Zurück von Sylt – Lumix GH2 – HM-TA1 – SDT750
Zurück vom Panasonic Presse Event auf Sylt - 3 Tage gehen zu schnell vorbei … leider.
Auf Sylt konnte ich am Rande des Windsurf World Cup 2010 erste Eindrücke von der Lumix GH2, der 3D Cam SDT 750 und der neuen Handycam HM-TA1 gewinnen. Letztere haben wir behalten können und werden in den nächsten Tagen einen ausführlichen Test erstellen.
3D – das neue Zauberwort, aber so einfach ist es leider nicht! Vergesst alle Gesetze des 2D-Filmens, bei 3D herrschen andere Gegebenheiten. Es gibt einen technischen Begriff der beim 3D-Filmen zu beachten ist, ich komme bloß im Moment nicht darauf … ich versuche es mal mit meinen eigenen Worten zu erklären:
Bei der Panasonic SDT750 heißt das “Zauberwort”: 1.50 Meter. Ab diesem Abstand hat man das Gefühl der räumlichen Tiefe. Filmt man Gegenstände unter diesem Wert hat man das Gefühl das sie aus dem Fernseher herauskommen! Dieser Effekt ist zwar lustig, braucht sich aber leider auch sehr schnell auf. Das menschliche Auge spielt uns dazu kleine Streiche, besonders wenn man etwas filmt was 1,50 Meter entfernt ist und im Vordergrund z.B. Personen durchs Bild laufen.
Die Zwillingslinse nimmt die Aufnahmen nebeneinander auf. Es gibt also nur einen AVCHD Stream. Leider können Final Cut und Avid mit diesem Standart derzeit noch nichts anfangen. Bis auf Magix, das mit Version 17 eine extra an die SDT750 angepasste Software liefert, gibt es auf dem Markt noch keine Lösungen. Für Final Cut soll es ein Plug-In geben, was aber wohl nur rudimentär funktioniert. Das heißt: Apple Anwender müssen sich noch ein wenig gedulden …
In Summe ist 3D eine sehr spannende Sache, aber (und das wurde auf dem Workshop von vielen Teilnehmern erwähnt) sollte man zur Sicherheit bei wichtigen Veranstaltungen auf die bewährte 2D-Technologie zurückgreifen und erst in Ruhe das Filmen in 3D üben.
Highlight für mich war die neue Lumix GH2 mit der ich ein wenig rumspielen konnte. Vorweg: Aperture User müssen sich (mal wieder) gedulden – die RAW-Files haben ein neues Format und können nicht verarbeitet werden!
Die GH2 liegt genauso gut in der Hand wie ihr Vorgänger. Mit der neuen nativen 24 FPS und den neuen Slow-Motion-Aufzeichnungen unterscheidet sie sich aber deutlich zur GH1, ebenso beim den Bildern pro Sekunde im Fotomodus. Der Ton ist genauso gut wie bei der GH1, bei der GH2 hat man zudem zusätzlich die Möglichkeit der manuellen Tonaussteuerung.
Für Benutzer von Viewfindern (Hoodman, Zacuto, etc.) ist der Touchscreen etwas verwirrend, da man beim Aufsetzen aufpassen muss die Einstellungen nicht zu verändern.
Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob es derzeit schon eine richtig finale Firmware gibt, oder ich einfach zu blöd war, denn bei den Testvideos sehe ich in Final Cut am linken Bildrand einen kleinen grünen Strich. Ich habe ein Testfile nach Panasonic geschickt und warte auf eine Antwort. Ebenso hoffe ich auf eine Teststellung der GH2 um sie zu der Canon 7D zu testen.
In Summe ein tolles Event, ein klasse Workshop. Danke an Panasonic, es hat Spass gemacht.
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@ifranz: das magische wort, das dir nicht mehr eingefallen ist, heißt “konvergenzpunkt”
Hi Björn,
genau das war es … Vielleicht hätte ich doch mitschreiben sollen …
LG, Alexx